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 Persönliches Logbuch - Argus 
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Ensign
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Beitrag Persönliches Logbuch - Argus
Erster Eintrag:

Das war schon ein denkwürdiger Tag in meiner Lebensgeschichte, als ich Ferenginar verliess. Onkel Nox wurden sicher die Ohren rot vor Wut. Natürlich wird ihm bald aufgefallen sein, dass ihm ein Zehntel seines Latinum-Bestandes abhanden kam. Aber zehn Prozent waren mein zugesagter Anteil an allen Geschäften von 'Nox Technologies'.

Was für ein Blödsinn. Ein seriöser Name für Piraterie. Wir kaperten Schiffe, schlachteten sie aus und verkauften die Teile. Was war das für ein Geschäft? Und die Crews wurden an die Orioner in die Sklaverei verkauft. So konnte ich nicht weitermachen, also musste ich fort.


Dritter Eintrag:

Vor einigen Wochen kam ich hier an. Balt hat mich mitgenommen. Ein Bolianer, auf die sichere Passage von Flüchtlingen spezialisiert. Mancher würde ihn als Schlepper bezeichnen, weil er sich bezahlen lässt. Ferengi sehen darin nichts verwerfliches.

Balt hat mich an die Sternenflotte verwiesen. Der Commander der Werft Utopia Planitia musste einen anderen Männschen fragen, aber er war von meinen Talenten sehr angetan.


Sechster Eintrag:

Der Männsch war sehr freundlich, aber er musste noch einen Vulkanier fragen, der mir einen Berg von Fragen stellte. Sicherheit der Sternenflotte. Naja, verständlich. Tatsächlich darf ich jetzt in der Werft anfangen, als Techniker. Bin jetzt Crewman. Aufgrund meiner Erfahrung bin ich direkt in die Erste Klasse eingestuft worden.


Zwölfter Eintrag:

Kein Latinum. Nur Spielgeld, das sie Credits nennen. Habe mit dem Boss gesprochen, der sich hier Kommandant nennt, oder Commander. Lässt sich was einfallen.

War in San Francisco. Männschen sind da in der Minderheit. Lauter Föderierte. Männschen, Vulkanier, Andorianer, Tellariten, Bolianer, Rigelianer und so weiter. Auch Repräsentanten anderer Völker, die nicht zur Föderation gehören.

Hat gedauert, bis ich Rohrmaden bekam. Ich werde Vegetarier werden müssen. Meine Vorräte sind aus und ich darf nicht jeden Replikator umprogrammieren.


24. Eintrag:

Entscheidung. Ich darf in meiner Freizeit Geschäften nachgehen. Keine Raumfahrttechnologien. Also mache ich Dabotische, Tongomaschinen und Holosuiten. Ich brauchte ein Alter Ego, damit ich bei der Allianz nicht auffalle. Im Gamma-Quadranten, bei den Karemma und was weiss ich wen, sind Spielcasinos beliebt. Und Nox fliegt lieber im Beta-Quadranten herum. Habe auf Deep Space Nine eine Firma gegründet.


48. Eintrag:

'Vulcanon Electronics' wirft Profite ab. Nicht immer Latinum. Ägerlich. Aber irgend etwas hat jeder. Quark nimmt mir die Spirituosen und die Lebensmittel ab. 'Gusar' macht beste Geschäfte. Ich vergebe jetzt Kredite an die Inhaber von Dilithium-Schürfrechten und Händlern im Gamma-Quadranten. Zusammen mit der ersten Firma bildete 'Vulcanun Trust' meine 'Vulcanon Enterprises'. Habe zwei Photonische programmiert. Aton als Geschäftsführer und Hathor als Assistentin.


96. Eintrag:

Der Chef des Konzerns hat mich gerufen. Admiral Ross. Er spricht von einem Schiff, das meine Hilfe braucht. Ich muss zur Akademie des Konzerns. Als Master Chief Petty Officer soll ich nicht auf dieses Schiff.


192. Eintrag:

Endlich weg. Die Akademie ist kein Paradies. Zu viele Species und die meisten haben kein Interesse an Geschäften. Die wollen alle nur ihr Wissen erweitern und dorthin, wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Was für ein Quatsch, wenn es da nichts zu verdienen gibt.

Jetzt ist es amtlich. Der Commander der Werft hat mich zur Interceptor geschickt. In zwei Stunden geht das Shuttle.

Aton hat erste Instruktionen, aber ich brauche eine Kommunikationsverbindung. Und zwar bald.

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Ensign Argus, Leitender Operationsoffizier, USS Interceptor


7. Feb 2016, 22:49
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Beitrag Re: Persönliches Logbuch - Argus
Persönliches Logbuch - Nachtrag

DaiMon interessierte sich lieber für teure Fracht als für Ersatzteile. Dafür war Argus zuständig, sein Neffe. Er sollte aus dem, was seine Cousins, sein Vater und sein Onkel heranschafften, die Teile für den Eigenbedarf heraussuchen und den Rest verkaufsfertig herrichten. Insgesamt bestand das 'Team' aus DaiMon Nox, dem Chef des Ganzen, und dessen Familienmitgliedern: Bruder Grim, Argus' Vater (Versorgungs- und Logistikoffizier), den beiden Söhnen des Chefs, Arg (Erster und Einsatzoffizier) und Bog (Taktikoffizier). Schliesslich war da noch Argus, der Cheftechniker. Einen Chefingenieur gab es nicht. Der war zu teuer und Nox hatte lieber die Kontrolle über sein Schiff, so dass er diese Position selbst ausübte. Ferengi waren Universaltalente, die so ziemlich alles konnten, wenn sie wollten. Deshalb gab es auch keinen Schiffsarzt.

Trotzdem war es Argus gelungen, nach und nach das Vertrauen seines Onkels zu gewinnen und faktisch zum Chefingenieur aufzusteigen. Nox war viel zu sehr mit dem 'Aquirieren' und Verkaufen beschäftigt. Er sammelte Informationen über das Angebot und die Nachfrage nach Schiffswaffen, Schiffsteilen und Schiffsladungen. Entsprechend bestückte Schiffe wurden ausgemacht und geentert. Die Besatzungen wurden Nausikaanern oder Orionern übergeben, sofern kein Lösegeld gezahlt werden konnte. Die Schiffe selbst wurden so weit es ging ausgeschlachtet und ihre Ladungen auf das Schiff des DaiMons gebracht. Die Wracks wurden den Tiefen des Alls übergeben.

Agus hatte über die Jahre nach seiner Errungenschaftszeremonie einen ganz einfachen Plan geschmiedet: niemanden einweihen, ein erbeutetes Beiboot stehlen und abhauen. Er musste nur dafür sorgen, dass ihm sein Onkel nicht folgen konnte. Die D'Kora war an sich ein mächtiges Schiff. Argus konnte sich nicht sicher sein, ob sie wirklich so schwach war, wie sie schien. Onkel Nox verriet auch ihm nicht, was wirklich funktionierte und vor allem liess er ihn auch nicht überall Wartungs- oder Reparaturarbeiten durchführen. Zum Beispiel nicht an den Waffen. Das machte Nox selber.

Das bolianische Frachtschiff Golden Hind bot Argus die Gelegenheit, die er brauchte. Als er Sem Balt kennen lernte, warf er seinen ursprünglichen Plan über Bord. Balt holte auf Ferenginar jene Besatzungsmitglieder oder Passagiere erbeuteter Schiffe ab, die für ihre Befreiung zahlen konnten. Besonders Föderationsbuürger konnten das. Eine Übergabe an nausikaanische oder orionische Sklavenhändler war seit geraumer Zeit sehr gefährlich. Die Sternenflotte befreite oft ihre Bürger aus deren Fängen und dann stellte sie Fragen, die für Nox unangenehm wurden. Daher brachte er sie nach Ferenginar und liess sie von Balt abholen, nachdem er Lösegeld erpresst hatte. Wie er das anstellte, wusste Argus nicht. Aber das und die Piraterie waren die Gründe, warum er schon weg wollte, seit er denken konnte. Freiwillig würde Nox ihn nie gehen lassen. Sein Vater Grim würde es verstehen, aber nie den Preis für sein Ausscheiden aus der Firma bezahlen können.

Argus musste selbst fliehen und er musste seine Flucht sorgfältig vorbereiten. Schon als Zehnjähriger begann er, Inventarlisten zu manipulieren, um Teile beiseite zu schaffen, die er Stück für Stück an Händler verkaufte, mit denen sein Onkel nie zu tun hatte, weil sie in seinen Augen keine Ohrläppchen für das Geschäft hatten. Vor allem deshalb nicht, weil sie halbwegs fair waren und ab und an ethische Bedenken äusserten. Es dauerte zwanzig Jahre, um das angedachte Startkapital inklusive eines Handgeldes für Balt zusammen zu bekommen. Zum Glück für Argus suchte auch Sem einen neuen Geschäftspartner, da Nox skrupellos und darüber hinaus hinterhältig war. Der Bolianer war der einzige, der von den Fluchtplänen wusste und seine Loyalität hatte die spätere Geschäftsbeziehung und Freundschaft begründet, die Argus mit Sem Balt verband.

In der Fluchtnacht brach auf der D'Kora des Onkels ein Feuer aus und das Feuerlöschsystem versagte. Nox alarmierte alle, nur Argus war nicht zu finden. Nachdem dann im Maschinenraum eine Explosion den Antrieb lahmlegte, sah es so aus, als habe der Cheftechniker einen Fehler gemacht, den er mit seinem Leben büsste. Die Explosion war so stark, dass sie niemand hätte überleben dürfen. Die Holoemitter, die Argus heimlich im Maschinenraum angebracht hatte, wurden erst durch einen Zufall entdeckt und vor allem erst, nachdem er längst auf Deep Space Nine war. Dort schuf er gemeinsam mit Quark zunächst die Identität Gusars und baute sein Geschäft auf, bevor er das nächste Shuttle zur Erde nahm, um einem Nachrichtenoffizier der Sternenflotte zu beichten. Seine Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft bei der Aufklärung über den Verbleib zahlreicher Schiffe und deren Besaztzungen brachte ihm die Stellung in der Werft und die Legalisierung seiner Geschäfte als 'Gusar' ein. Der Bolianer Sem Balt beendete buchstäblich über Nacht die Kooperation mit Nox und folgte einer Empfehlung von Argus, sich den Föderationsbehörden zu stellen. Seine Strafe war gering und auch er konnte eine fruchtbare und enge Zusammenarbeit mit der Sternenflotte aufbauen, indem er künftig bei Evakuierungen und Flüchtlingstransporten mitwirkte. Ein Frachtschiff war unauffälliger und dafür besser geeignet als ein Schiff der Sternenflotte, da solche Aktionen meist in Krisengebieten erfolgten, in denen Kampfschiffe schnell zum Angriffsziel wurden.

Nach und nach baute Gusar jene Geschäfte auf, die sich als Nebenerwerb aufziehen liessen. Hauptgeschäft blieb die Installation, Wartung und Reparatur von Dabotischen, Tongomaschinen und Holosuiten. Das dort verdiente Latinum verwendete der Ferengi für stille Teilhaberschaften an Minen und Handelsgeschäften. Güter, die er als Kompensation für seine Dienstleistungen angenommen hatte, wurden gegen wertvollere Waren getauscht oder gegen Latinum verkauft. Sein einziger Angestellter war Regus, der sich als einziger der Leute, die er jemals angestellt hatte, als zuverlässig und vertrauenswürdig erwies. Argus hatte ein Dutzend Mitarbeiter einstellen und entlassen müssen, bis er auf Regus traf. Natürlich kannte Regus ihn nur als Gusar, aber er war der beste Mitarbeiter, den man haben konnte. Abgesehen vom photonischen Geschäftsführer Aton, einem vermeintlichen Ferengi, oder dessen ebenfalls photonischer Assistentin Hathor, einer vermeintlichen Orionerin.

Immerhin konnte Argus zehn Jahre lang unentdeckt im Föderationsraum leben. Seine zweite Identität fiel bisher nie auf, denn offensichtlich ist Nox nicht in der Lage, ihn zu finden, obwohl beide Ferengi in unmittelbarer Nähe zueinander operieren. Dies liegt in erster Linie daran, dass Nox sich nach neuesten Informationen hauptsächlich mit Waffenhandel befasst und er keinerlei Interesse an 'Gusars' Geschäftsfeldern hat. Nox passte sich den neuen geopolitischen Gegebenheiten an, da mit der versärkten Präsenz der Föderation im Gamma- und Alphaquadranten der Kampf gegen Piraterie, Hehlerei und Schmuggel verstärkt wurde. Waffenhandel bot dagegen ein vergleichbar geringeres Risiko bei hohen Gewinnen.

Trotzdem würde Nox nichts unversucht lassen, um Argus zu suchen und als Verräter zu bestrafen. Daher ist der Dienst in der Sternenflotte und auf einem Raumschiff die beste Option für eine Garantie seiner Sicherheit.



Persönliche Anmerkung: ein Dossier aus meiner Personalakte bei Utopia Planitia, zusammengestellt aus meinem Verhörprotokoll und Informationen des Sicherheitsdienstes der Sternenflotte.

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Ensign Argus, Leitender Operationsoffizier, USS Interceptor


30. Mär 2016, 16:31
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