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 Tommys Geschichte 
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Beitrag Tommys Geschichte
Pahkwa, San'HeliOS, Königlicher Palast

Es war Abend geworden und es war Zeit für das Abendessen.
"Warum muss ich gegenüber dem "Glotzauge" sitzen?" fragte Tykp'ler maulend, während seine Mutter an ihm rumzuttelte. Sie versuchte seine Federn zu glätten, doch die Mauser machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Auf die Frage ihres Sohnes hin blickte sie ihn streng an.
"Dieses... "Glotzauge" hat einen Namen und mit ihm wirst du ihn auch ansprechen. Verstanden? Es war schon schlimm genug das du ihn vorhin in die Hand gebissen hast, da will ich nicht noch solche herablassenden Dinge hören. Zum Glück nimmt er es dir nicht übel und er entschuldigt sich auch das er dir Angst gemacht hat."
Tykp'ler zog den Kopf ein als seine Mutter ihn rügte.
"Und du sitzt deshalb ihm gegenüber, weil dein Vater möchte das du langsam in deine Zukunft als König eingewiesen wirst. Das heißt das du die anderen Völker kennen lernst und mit ihnen vertraut wirst. Und wer kann dir mehr über die Tytorianer erzählen als ihr offizieller Botschafter?"
Der kleine Pahkwa-thanh nickte und ergab sich in sein Schicksal.
Sie speisten im Bankettsaal für offizielle Anlässe. Tykp'lers Vater saß am Kopf der Tafel. Zu seiner linken saß Botschafter Soren und dann seine Gefährtin. Zu seiner rechten saß sein Sohn.
Tykp'ler hatte nun zum ersten mal Gelegenheit sich den Tytorianer in Ruhe anzusehen. Soren war gut 2 Meter groß und lief auf 4 kralligen Füssen. Offenbar hatte sein Volk früher Flügel, die sich zu Armen entwickelt hatten, da er noch rudimentäre Schwanzfedern und Flugfedern an den Armen hatte.
Soren trug einen frischen Verband um seine rechte Hand, die schlaff auf dem Tisch lag. Auch wenn das Gift des kleinen Pahkwa-than noch nicht so stark war wie das eines Erwachsenen, reichte es doch schon um Sorens Hand taub werden zu lassen.
Tykp’ler war überrascht das der Tytorianer sein Essen roh und im ganzen verschlang. Es gab ein eine Art eines kleinen Nagetiers, welches hier Heimisch war.
Soren bemerkte das der kleine Pahkwa-than ihn beobachtete.
„Ihr habt wo nicht oft Tytorianer zu Besuch, mein Kleiner. Jedenfalls denke ich das, da du mich so anschaust und heute Nachmittag so Angst vor mir hattest“ sagte er.
Tykp’ler kniff die Augen zusammen. Ihm gefiel es nicht das Soren ihn an seine Feigheit erinnerte.
„Doch, schon oft“ sagte er und begann gemein zu grinsen, „Doch die haben mir nicht geschmeckt.“
Die Köpfe seiner Eltern flogen in seine Richtung. Mit ungläubigen Blicken schauten sie ihn an, da sie nicht glauben wollten das er das eben gesagt hatte.
Doch Soren schaute ihn nur an.
5 Sekunden, die ewig zu dauern schienen, sagte niemand etwas.
Doch dann gab Soren ein Huhuen von sich das sich nach einem Lachen anhörte. Tykp’lers Eltern entspannten sich. Sein Vater lehnte sich zu seinem Sohn rüber.
„Ach, sind Kinder nicht wunderbar“ sagte er zu Soren.
Dann öffnete er sein Maul und drückte mit ihm seinem Sohn die Schnauze zu um ihn zu bestrafen. Tykp’ler winselte und versuchte sich zu befreien. Sein Vater ließ ihn schnell wieder los.
Soren hob beschwichtigend die Hand.
„Seien sie nicht zu streng zu ihm, eure Majestät. Ich bin nicht beleidigt. Ich habe selber Kinder und weiß wie sie sind.“
Dann richtete er sich an den kleinen Pahkwa-than, der sich seine Schnauze rieb.
„Nun das tut mir Leid das wir nicht nach deinem Geschmack sind, mein Junge. Deinen Vorfahren scheinen wir mehr gemundet zu haben“ konterte der Botschafter und zwinkerte Tykp’ler zu, bevor er einen weiteren Nager in seinem Schlund verschwinden lies.
„Meine Vorfahren haben euch das nicht angetan“ gab Tykp’ler trotzig zurück.
Soren blickte ihn mit einem warmen Lächeln an.
„So habe ich das nicht gemeint, Tykp’ler. Wir wissen um die Verdienste deiner Familie und sind euch zu großem Dank verpflichtet das eure Vorfahren damals auf unserer Seite standen.“
Tykp’ler blickte ihn an.
„Wissen... wissen sie noch wie mein Volk ihrem das erstemal begegnete?“ fragte er nun interessiert.
„Nun, die Überlieferungen sind wage. Du musst verstehen das es kaum noch Aufzeichnungen über die Zeit vor dem Krieg gab, als dieser endlich zu Ende war. Aber wir sind ein friedliches Volk und es heißt das wir, als die Pahkwa-than zuerst zu uns kamen, wir euch freudig begrüßt hatten. Wir teilten unser Wissen und unsere Ressourcen mit euch und eine kurze Zeit herrschte auch Eintracht. Doch das änderte sich schnell, als wir den Pahkwa-than nichts mehr bieten konnten.“
„Das deckt sich mit unseren Überlieferungen“ schaltete sich Tykp’lers Vater ein.
Nun war das Interesse des keinen Welpen entgültig geweckt. Er begann sich mit dem Botschafter zu unterhalten und befragte ihn nach seinem Volk. Offensichtlich genoss es der Botschafter sich mit dem zukünftigen König zu unterhalten.
Tykp’lers Eltern ließen die beiden nach dem Essen alleine und erst spät in der Nacht konnten sie ihren Sohn, bereits schlafend, in sein Nest legen.

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15. Sep 2012, 21:18
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Beitrag Re: Tommys Geschichte
Viele Jahre waren vergangen, seit Botschafter Soren auf pahkwa angekommen war.
Tykp'ler war nun bereits 16 Jahre alt und langsam wurde es Zeit das seine Ausbildung in Sachen Kampf begann.
Doch sein Eltern machten sich Sorgen um ihn.
"Tykp'ler entwickelt sich nicht gut" sagte sein Vater.
"Du übertreibst" erwiederte seine Gefährtin.
"Er ist zu klein für sein Alter und du weißt was das bedeuten kann."
Seine Gefährtin schwieg. Natürlich wusste sie das. Es kam einer Katastrophe gleich, vorallem da Tykp'ler ihr einzigster männlicher Nachkomme bis heute war. Der einzigste Erbe der Anspruch auf den Thron hatte. Einige der anderen Königsfamilien würden ihn vielleicht nicht als König akzeptieren und das würde zu Spannungen führen, die schnell in Gewalt ausarten könnten.
Omri'ka fuhr fort.
"Vorallem haben auch Schehes Eltern es bemerkt und Bedenken geäußert. Sie denken darüber nach ob es nicht besser wäre die Verlobung zu lösen."
As'rithia riss die Augen auf.
"Das würde die Beiden fertig machen. Du weißt wie sehr sie sich mögen. Du teilst doch hoffentlich nicht die Ansichten ihrer Eltern?"
Omri'ka schwieg, was einer Bestätigung ihrer Befürchtungen gleichkam.
Sie wollte etwas sagen doch ihr Gefährte schnitt ihr das Wort ab.
"Es wird ja nicht so bald passieren. Es ist noch Zeit. Es hängt ja noch von anderen Faktoren ab. Sie wollen ja erst noch sehen wie er sich in seiner Ausbildung schlägt."
As'rithia schaute ihn durchdringend an.
"Das heißt du willst es jetzt tun?"
"Ja. Es wird Zeit das er die Kriegskunst erlernt. Diese Woche noch werde ich ihn in die Ausbildungsstätte für die königliche Garde schicken. Es hat zwar nur wenig mit seinen späteren Aufgaben zu tun, aber die Grundausbildung ist eine gute Schule fürs Leben und wird ihm nicht schaden. Ich habe das auch hinter mir."
Die königliche Garde war die älteste Militärkaste die es gab. Die äonenalte Kriegerelite der Pahkwa-thanh. Es gab sie schon als die Pahkwa-thanh noch an ihren Heimatplaneten gebunden waren und schon immer stellten sie die Leibgarde der Könige ihres Königreiches.
Ihr Training umfasste alle Arten des kämpfens. Ob mit modernen Kriegsgerät, Hieb- und Stichwaffen oder mit blossen Klauen, Krallen und Zähnen. Es zwingt jeden an seine Grenzen zu gehen, sich den Elementen zu stellen, Hunger zu leiden und wenn nötig... zu töten.
All das um die besten Soldaten zu schaffen, die es im von ihnen dominierten Raum gab.
Kurz gesagt: Das Raubtier, das in jedem Pahkwa-thanh wohnt, wird auf dem harten Amboss des Lebens zur ultimativen Waffe geschmiedet.

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11. Okt 2012, 11:31
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Beitrag Re: Tommys Geschichte
Pahkwa, Albama, Ausbildungsstätte der königlichen Garde

Oberst Tu'rok schritt die Reihe der neuen Kadetten ab.
Er betrachtete jeden flüchtig.
Groß und stark. Groß und stark...
Das waren seine einzigen Einschätzungen die er fürs erste machte. Die jungen Pahkwa-thanh, deren Federkleid bereits volkommen, bis auf eine leichte Schicht aus Flaumfeder am Hals und Kopfanfang, ausgefallen war erwiederten seinen Blick nicht und starrten nur geradeaus.
Der Oberst trug seine traditionelle Rüstung, die prächtig verziert war und so seinen Rang symolisierte, die in der Sonne funkelte.
Schließlich kam er an einer Stelle vorbei, die auf den ersten Blick leer zu sein schien, doch als er den Blick etwas senkte entdeckte er einen etwas untersetzteren Pahkwa-thanh.
Groß und stark, dachte Tu'rok in seiner Routiene und ging weiter.
Doch dann stutzte er und blickte zurück.
"Moment..." sagte der Oberst, ging zurück und baute sich vor dem kleineren Pahkwa-thanh auf.
Tu'rok mussterte ihn kurz genauer, aber der kleinere Pahkwa-thanh erwiederte seinen Blick nicht und starrte nur durch ihn hindurch.
Was machte ein potenzieler Gamma hier und wie ist er durch die Musterung gekommen?
"Ordonanz!" keifte Tu'rok hinter sich, ohne seinen Blick von dem Objekt seines Interesses abzuwenden.
Sein Adjutant, ein noch junger Leutnant, der ihm die ganze Zeit wie ein Schatten gefolgt war, trat neben ihn.
"Oberst?" fragte er.
"Soll das hier ein Scherz sein?" fragte er und nickte in Richtung des kleinen Reptiloiden, "Was soll ich mit ihm hier?"
"Tut mir Leid, Herr Oberst, aber ich bin genauso überrascht wie sie. Ich weiß auch nicht wie er hierher gekommen ist."
"Dann finden sie es heraus" zischte Tu'rok seinem Adjutanten zu und blickte ihn kurz scharf an.
Der Leutant senkte das Haupt etwas und signalisierte so seine Unterwürfigkeit. Dann schaute er auf die Unterarmpanzerung an seinem rechten Arm und es bildete sich ein holografisches Universalwerkzeug darum. Plötzlich erschien noch ein schwebender holografischer Bildschirm etwas vor dem Leutnant und Tu'rok bemerkte aus dem Augenwinkel wie sein Adjutant auf die Personalakten der Kadetten zugriff.
Während sein Adjutant die Akten durchging, betrachtete Tu'rok wieder den kleinen Pahkwa-thanh.
Er konnte sich nicht helfen, aber irgenndwas kam ihm an dem Kleinen vertraut vor. Tu'rok schnüffelte und sog den Geruch des Pahkwa-thanh ein. Selbst der Geruch war ihm vertraut.
Doch dann richteten sich die Augen des kleinen Reptiloiden, die bis eben noch durch ihn hindurchgeschaut hatten, plötzlich auf und blickten ihm direkt in seine.
Tu'rok stutzte.
Interessant,...
Bisher hatte sich nur ein einziger Kadett getraut ihm beim Appell in die Augen zu schauen.
"Ähh... Herr Oberst?" sagte der Leutnant.
Tu'rok drehte den Kopf seinem Adjutanten zu, welcher ihm den Holobildschirm so hinhielt das er das abgebildete gut lesen konnte.
Auf dem Holobildschirm war das Gesicht des kleinen Reptiloiden abgebildet und daneben war sein Akteneintrag.
Tu'rok brauchte nur den Namen zu lesen. Beinahe hätte er laut aufgelacht.
"Ahhh... Tykp'ler Omri'ka Mel Y'ra, der junge Prinz unseres Königreiches" sagte er und blickte Tykp'ler wieder an.
Tykp'ler blickte ihm immer noch in die Augen.
Das absolute Ebenbild seines Vaters,... jedenfalls weitestgehend, dachte Tu'rok und seine Gedanken wanderten weit in die Vergangenheit.
Doch dann riss er sich von seinen Gedanken los und dachte wieder an das hier und jetzt.
Gut, das hieß das der junge Prinz lediglich die Grundausbildung mitmachen wird.
"Augen geradeaus, Kadett"herschte Tu'rok Tykp'ler plötzlich an und die Augen von diesem senken sich sofort wieder.
Tu'rok schnaufte amüsiert und gestand sich ein leichtes Lächeln, aber nur weil er sicher war das es keiner den Kadetten sah.
Er drehte sich zu seinem Adjutanten und gab ihm ein Zeichen, worauf dieser den Holobildschirm und das Universalwerkzeug deaktivierte und wieder seitlich, hinter dem Oberst in Stellung ging.
Dann setzten sie ihren Appell fort.
Groß und stark. Groß und stark...

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31. Okt 2012, 23:04
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Beitrag Re: Tommys Geschichte
Pahkwa, Albama, Ausbildungsstätte der königlichen Garde

Der Rekrut taumelte stöhnend zurück, hielt sich aber auf den Beinen.
Böse funkelte er seinen Gegner an.
"Erbärmlich" sagte der Ausbilder, ein Hauptmann, nur zu dem Rekrut und dieser senkte den Blick und trat in die Reihe zurück. Tykp'ler stand direkt neben dem gerade gedemütigten Rekrut. Jeder Rekrut trug eine traditionelle Rüstung, doch im Gegensatz zu der ihres Ausbilders wiesen diese keine Verziehrungen auf.
Der Ausbilder hatte sehen wollen was sie schon drauf hatten und der Rekrut neben Tykp'ler war so von sich überzeugt gewesen das er sich sofort freiwillig zum Kampf gemeldet hatte.
Der Kampf hatte gerademal 10 Sekunden gedauert und Tykp'lers Kamerad hatte sich bis auf die Knochen blamiert. Und das nicht nur vor dem Ausbilder und den anderen Rekruten, sondern auch vor den Weibchen, die in einiger Entfernung am Waldrand lagen, sich sonnten und so nebenbei den jungen Männchen zuschauten. Vermutlich wollte sich der Mutige vor den Weibchen zur Schau stellen, nur war der Schuss gewaltig nach hinten losgegangen.
Tykp'ler entdeckte auch Schehe unter den Weibchen, aber sie beobachtete nur Tykpler und dieser hatte nur Augen für sie.
Der Hauptmann schritt nun die Reihe ab und Tykp'ler riss seinen Blick von Schehe los.
"Konzentriert euch, denn wir sind die königliche Garde, die rechte Klaue unseres Königs und des Obersten Alphas! Eure Talente und Gaben mit denen uns die Evolution gesegnet hat sind nutzlos wenn ihr sie nicht einsetzen könnt. Ihr müsst sie meistern! Wir sind die älteste Kriegerelite unseres Volkes. Seit euch der Ehre bewusst!"
Die jungen Pahkwa-thanh standen stramm.
"Sir! Jawohl, Sir!" erklang es vielstimmig aus ihren Kehlen.
In einiger Entfernung hatte auch Oberst Tu'rok die Szene beobachtet und leicht den Kopf geschüttelt.
Diese jungen Heißsporne, immer versuchen sie den Weibchen zu imponieren... aber war ich in ihrem Alter den so anders?
Tu'rok riss sich von den Erinnerungen los und konzentrierte sich wieder auf das Hier und Jetzt. Vorallem beobachtete er den jungen Prinzen.
Im Gegensatz zu den anderen hatte dieser sich noch nicht versucht irgenndwie in Szene zu stellen. Das musste aber nichts schlechtes bedeuten. Vielleicht war er vorausschauender und dachte vorher nach, bevor er was tat. Diese Eigenschaften waren oft wichtiger als blosse Körperkraft und ein aufgeblassenes Ego.
Aber Tu'rok wollte sehen was der Junge konnte. Er musste ihn aus der Reserve locken.
Im fiel auf wie der Junge immer wieder zu einem bestimmten Weibchen rüber schielte.
Ist das vielleicht...?, fragte sich der Oberst und in seinem Kopf begann sich eine Idee zu manifestieren.
Lächeld ging er auf das Weibchen zu, da er für seine Idee ihre Hilfe benötigte.
5 Minuten später näherte er sich zusammen mit Schehe den Rekruten, wo der Hauptmann gerade dabei war den nächsten Teil des Trainings zu erläutern.
Als dieser den Oberst bemerkte wendete er sich ihm zu und salutierte.
"Hauptmann, ich würde gerne sehen wie sich ihre Gruppe bei dem "Idioten-Test" schlägt" sagte Tu'rok und zwinkerte dem Hauptmann so zu das nur er es sehen konnte. Dieser verstand sofort das der Oberst etwas plante.
"Ganz wie sie wünschen, Herr Oberst."
Tu'rok wandte sich nun an die Rekruten.
"Und als zusätzlichen Anreiz bekommt derjenige, der als Erster den Test besteht, 2 Tage Urlaub, den er mit dieser charmanten Dame verbringen darf" sagte er und deutete auf Schehe.
Die Männchen, die sie schon vorher angegeiert hatten, gerieten nun vollkommen aus dem Häuschen. Jedenfalls wenn man auf ihren Feromongeruch achtete, denn die Rekruten standen weiterhin still.
"Rekruten! Mir nach!" donnerte schließlich der Hauptman und die Abteilung setzte sich in Marsch.
Tu'rok ging mit Schehe neben der Gruppe, wobei er sich immer zwischen den Männchen und Schehe befand. Die Männchen sollten ja nicht auf dumme Ideen kommen.
Tykp'ler war es gelungen unbemerkt bis zum Rand zu kommen. Er und Schehe tauschten Blicke aus, was auch Tu'rok bemerkte und in sich hinein grinste.
Es braucht halt nur den richtigen Köder.
Die ganze Abteilung kam vor einem Fahnenmast, an dem die Flagge des Königreiches Albama wehte, zum stehen.
"Also, gewonnen hat derjenige, der mir als erster diese Flagge bringt! Und los!!!"
Kaum hatte der Hauptmann das Signal gegeben, stürmten die Rekruten auch schon auf den Mast zu.
Nur Tykp'ler blieb wo er war.
Die Männchen versuchten den Mast hinaufzuklettern doch keines schaffte es.
"Noch nie hat das jemand geschafft und ihr werdet da keine Ausnahme sein" spottete der Hauptmann.
Schließlich gaben alle auf und traten bedrückt von dem Mast zurück.
Nun ging Tykp'ler auf den Mast zu.
Der Hauptmann musterte ihn misstrauisch.
"Du willst es auch versuchen?" fragte er.
"Wenn ich darf, Herr Hauptmann?"
Der Hauptmann blickte zum Oberst, welcher nur nickte.
"Also gut, du sollst auch deine Chance haben."
Tykp'ler hörte hinter sich das hämische Gelächter der anderen Männchen, welche nicht glaubten das es ihm gelänge wo sie gescheitert waren.
"Ruhe!" donnerte der Oberst und das Gelächter verstummte.
Tykpler schaute zu der wehenden Flagge hoch und jeder erwartete das er versuchen würde hochzuklettern.
Doch dann senkte sich sein Blick zum Fuss des Mastes.
Tykp'ler packte dann den Mast und zog ihn aus seinem Steinsockel, in dem er nur lose steckte. Mit einem lauten Scheppern legte er den Mast ab und schlenderte hoch zur Flagge, löste sie vom Mast und reichte sie dem ungläuig drein schauenden Hauptmann.
Die Rekruten schauten genauso ungläubig.
Der junge Prinz ging zu Tu'rok.
"Habe ich bestanden?"
Tu'rok lachte leise und aktivierte sein Universalwerkzeug.
"Ja, das hast du" sagte er nur als er ein paar Eingaben machte und den Urlausschein ausfüllte.
Dann blickte er Tykp'ler wieder an.
"Melden sie sich in 2 Tagen wieder bei mir, Rekrut. Sie dürfen wegtreten."
Tykp'ler nahm Schehes Klaue und gemeinsam verliesen sie den Platz.

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28. Dez 2012, 15:18
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Beitrag Re: Tommys Geschichte
Die kroganische Rebellion


Zini war ein junger Lemuri, einer humanoiden Spezies die sehr den irdischen Lemuren ähnelte. Sie waren von schlanker Gestallt und ihren ganzen Körper bedeckte kurzes, samtiges, Fell von Grau bis Braun. Ihre Zivilisation war noch weit davon entfernt den Warpantrieb zu erfinden. Gerade erstmal vor einem Jahr hatte einer der Ihren den ersten Schritt auf Lemurias Mond gesetzt.
Zini träumte von dem was dort oben, jenseits der Grenzen ihres Planeten, war. Ursache waren die Geschichten die man jedem Lemuri, oder zumindest den meisten, von Geburt an erzählte. Das sie nicht alleine waren in diesem Weltall und das sie vor langer Zeit schon von Fremden besucht worden waren, zu einer Zeit als die Lemuri noch in Lehmhütten gehaust hatten.
Es sollen mächtige Reptilien gewesen sein.
Sie brachten den Lemuri bei wie man baut, aber nicht aus einfachem Holz oder Dreck. Nein, aus Steinen errichteten große Städte und Bauwerke und die Fremden wurden als Götter verehrt.
Doch eines Tages verschwanden sie. Spurlos. Sie tilgten alle Beweise für ihre Exsistenz, bis auf die Geschichten die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Heute waren sie nicht mehr als eine Gute Nacht Geschichte und die Wissenschaft bezweifelte das es diese Reptilien jemals gegeben hatte.
Doch Zini glaubte fest an sie und wünschte sich das er sie besuchen könnte.
Aber stattdessen wurden sie besucht.
Nicht von den vermeintlichen Göttern aus alter Zeit, sondern von einer anderen Art die ohne Erbarmen und ohne Mitleid über ihre Zivilisation herfiel.
Innerhalb einer Woche war Lemuria von den Kroganern erobert worden.

Fortsetzung folgt...

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28. Mär 2014, 23:35
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Beitrag Re: Tommys Geschichte
Lemuria, 2 Wochen nach der Invasion

"Vorwärts" donnerte eine Stimme hinter Zini und er bekam den Kolben einer Waffe in seine Seite gerammt. Der Junge ächzte und wäre fast zu Boden gegangen. Doch das hätte nur noch mehr Schläge gegeben, also hielt er sich auf den Beinen und schleppte sich wie die anderen Lemuri in dem Marsch weiter. Seinen langen Schwanz hatte er um seine Hüfte geschlungen, da er Zeuge geworden waren wie diese Aliens aus reiner Grausamkeit gerne auf sie traten.
"Alles in Ordnung, Bruder" fragte Zana, seine Schwester, neben ihm. Ihr hübsches Gesicht war Dreckverschmiert und ihr Fell, was sie früher sorgfälltig gepfegt hatte, war strähnig und verfilzt. Zana war die Einzigste aus seiner Familie die er gefunden hatte. Beide hofften das es ihren restlichen Angehörigen und Freunden gut ging, aber die war gering. Die Aliens, die sich selber als Kroganer bezeichneten, waren aggressiv und brutal. Oft reichte ein falscher Blick das sie einen umbrachten. Zini warf ihnen nur kurz Blicke zu.

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Nachdem Lemurias Streitkräfte kapituliert hatten, hatten die Kroganer erstmal alle Anführer der Lemuri getötet. Die restlichen, so wie Zini und Zana, trieb man gerade zusammen um sie auf Schiffe zu verladen. Viele würde man von Lemuria wegbringen damit sie als Sklaven dienen konnten. Die Restlichen würden zwar auf ihrer Welt bleiben, aber sie würden auch hier nur Sklaven sein.
Ihr Tross näherte sich offenbar einem Transportschiff, jedefalls ließ die weit geöffnete Luke darauf schließen.
Zana klammerte sich an ihren Bruder. Sie zitterte leicht vor Angst. Auch Zini hatte Angst, aber er war auch aufgeregt. Er würde bald seinen Heimatplaneten verlassen und die Dinge sehen von denen er schon immer geträumt hatte.
Nur würde er sie nicht als freie Person sehen.

Fortsetzung folgt...

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29. Mär 2014, 20:09
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Beitrag Re: Tommys Geschichte
Kroganisches Transportschiff

Zini hatte sich in den Wochen die sie schon unterwegs waren umgeschaut und die Kroganer beobachtet. Wenn die Kroganer Leute für niedere Arbeiten brauchten hatte er sich immer freiwillig gemeldet. So konnte er das Schiff erkunden und etwas erlernen wie die Kontrollen bedient wurden. Er gab sich unterwürfig und machte keinen Ärger.
Doch das tat er alles nur um die Flucht zu planen. Dieser Plan nahm Gestallt an als er unter Aufsicht die Rettungskapseln reinigte.
"Pass gefälligst auf! Da löst du die Kapsel aus du Idiot!... Nicht da, da schaltest du das Notsignal ein! Willst du alle Kriegsschiffe in der Umgebung auf uns aufmerksam machen?!..."
So lernte Zini alles was er wissen musste und als er Abends seine Schwester wieder traf konnte er ihr von seinem Plan erzählen.
"Bist du wahnsinnig?!?" fragte sie mit aufgerissenen Augen. "Willst du uns umbringen?"
"Willst du wissen wo die uns hinbringen und was sie noch mit uns machen? Soweit ich das mitbekommen habe sind die Fleischfresser."
Zana schüttelte sich und schwieg.
"Diese Kapsel ist unsere beste Möglichkeit von hier zu entkommen und Hilfe zu finden."
Die Ohren und der lange Schwanz seiner Schwester richteten sich auf.
"Hilfe?"
"Ja, von den Wesen aus den Geschichten."
Zana schloss die Augen genervt und riss sie dann wieder auf.
"Genau das sind sie, Zini! Nur Geschichten!" fuhr sie ihren Bruder an. "Du solltest langsam erwachsen werden und aufhören an so einen Blödsinn zu glauben!"
Zini hielt ihr den Mund zu da Zana zu laut geworden war und eine Wache hereinkam um zu schauen was los war. Als diese nichts sah verschwand sie wieder und Zini nahm die Hand von dem Mund seiner Schwester.
"Selbst wenn die Wesen nicht existieren gibt es da draußen jemanden von dem die Kroganer nicht wollen das er weiß was sie hier treiben. Was ist nun? Willst du hier vielleicht auf deinen Tot warten oder zumindest eine Chance ergreifen?"
Zana senkte den Blick und nickte dann. Sie konnte Zini eh nicht aufhalten und sie wollte hier nicht alleine zurückbleiben.
Am nächsten Tag meldete Zini sie beide freiwilig für den Putzdienst. Mittlerweile vertrauten die Kroganer im insoweit das sie ihn die Arbeit alleine verrichten ließen. So schnallte Zini seine Schwester an und bereitete die Kapsel vor bevor auch er sich anschnallte.
"Ok, dann mal los" sagte er und ergriff die Hand seiner Schwester. Dann betätigte er den Auslöser.
Die Kapsel wurde herausgesprengt und fiel unter Warp. Sofort betätigte Zini die Kontrolle für das Notsignal. Zwar würden es auch die Kroganer empfangen, aber er hoffte das es sie dazu antreiben würde sich noch schneller von hier zu entfernen wenn sie nicht doch noch entdeckt werden wollten.
Sein Plan ging auf und sie trieben weiter durchs All. Jetzt konnten Zini und Zana nur noch warten... und beten.

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6. Jul 2014, 10:21
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Beitrag Re: Tommys Geschichte
Irgendwo...

Zini zitterte am ganzen Körper und seiner Schwester ging es nicht anders. Beide wussten nicht wie lange sie schon in der Rettungskapsel waren, doch es wurde immer kälter in ihr. Beide klammerten sich aneinander und versuchten sich so gegenseitig zu wärmen, doch es zögerte das unvermeidlich nur hinaus. Ihre Vorräte waren schon verbraucht und keiner der Beiden glaubte noch an eine Rettung. Zana war bereits eingeschlafen und auch Zini merkte wie seine Lider immer schwerer wurden. Plötzlich wurde es dunkler in der Kapsel und Zini drehte langsam den Kopf zu dem einzigsten Fenster. Wo vorher noch die Sterne zu sehen gewesen waren, schob sich nun eine Wand aus Metall vorbei.
Kurz bevor Zinis Sinne schwanden hatte er das Gefühl als würde er sich auflösen.
Mit flatternden Lidern öffnete Zini später die Augen, doch er schloss sie schnell wieder da es um ihn herum so hell war. Sein Kopf schmerzte und er versuchte sich die Hand auf die Augen zu legen, doch es ging nicht. Er war an Händen und Füßen gefesselt. Die Helligkeit nun ignorierend riss Zini die Augen auf und riss an seinen Fesseln, doch ein Zischen ließ ihn innehalten. Er konnte verschwommen eine Gestallt erkennen, sie war groß. Zini begann zu schreien das man ihn los machen soll, doch die Gestallt kam nur näher und drückte Zini zurück. Sie brachte etwas an seiner Brust an und Zini begann sich stärker zu wehren während die Gestallt ihn weiter anzischte. Zini rief das er die Gestallt nicht verstehe, doch dann mischten sich Worte die er verstand unter das Zischen. "Ruhig"... "in Sicherheit"...
Da griffen plötzlich kräftige Klauen nach seinem Kopf und andere Klauen hielten seine Augen offen. Ihm wurde etwas in die Augen geträufelt. Er begann heftig zu blinzeln als die Klauen ihn los ließen. Langsam klärte sich sein Blick. Das Helle wurde erträglich und die Gestallt, nein, die Gestallten wurden erkennbar.
Es waren 3 große Reptilien.
Zini konnte nichts mehr sagen und er wehrte sich auch nicht mehr. Da trat das größere Reptil vor.
"Ich denke wir haben unsere Kommunikationsschwierigkeiten nun überwunden" sagte es und tippte auf das Gerät das es an Zinis Brust befestigt hatte. "Der Universalübersetzer musste erst ihre Sprache lernen. Tut mir Leid wenn wir ihnen Angst gemacht haben."
Das Reptil nickte den 2 Kleineren zu und diese lösten die Fesseln die Zini fixierten.
"Und nun erzählen sie mal was sie hier draußen machen?" verlangte das Reptil mit freundlicher Stimme. "Nur etwas später und ich hätte nichts mehr für euch beide tun können. Säugetiere sind nicht gerade mein Fachgebiet."
Zini glotzte nur und sagte das erstbeste was ihm einfiel und was er mal in einem Film gesehen hatte:
"Bringt mich zu eurem Anführer."

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26. Jul 2014, 16:26
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